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Ich unterstütze einzelne Personen, Teams und Organisationen dabei, passende Lösungen für ihre aktuellen Herausforderungen und Fragestellungen zu finden. Der Ansatz, der meine Arbeit am besten unterstützt, ist der Solution Focus. Dieser wirkungsvolle Ansatz wurde von Steve de Shazer und Inso Kim Berg begründet, zwei amerikanischen Psychotherapeuten.

Worauf basiert die Effektivität des Solution Focus Ansatzes?


Lösungsfokus statt Problemanalyse

Oft führt die Analyse von Problemen und Schwachstellen – ein traditionelles Problemlösungsvorgehen – nicht zum gewünschten Erfolg. Wenn Menschen viel Zeit und Energie darin investieren, herauszufinden, wie es zu dem Problem kam und wer alles dazu beigetragen hat, führt das im schlimmsten Fall dazu, dass Probleme sich verfestigen oder Konflikte eskalieren. Menschen fangen an, sich gegenseitig Schuldzuweisungen zu machen oder sich zu rechtfertigen, anstatt zu einer Problemlösung beizutragen.

Der Solutions Focus verzichtet auf komplizierte Problemanalysen und -erklärungen. Die Probleme der Kunden werden ernstgenommen und als Ausgangspunkt für die Beschreibung von erwünschten und realistischen Verbesserungen verwendet. Statt zu fragen, wer schuld ist, wird danach gefragt, wer etwas zu einer Lösung beitragen kann. Und was man selber dazu beitragen kann, den anderen für die Lösung zu gewinnen. Und was sich der andere vielleicht von einem selber wünscht. Diese gewünschten Verbesserungen werden so konkret wie möglich beschrieben – nicht nur aus der eigenen Sicht, sondern auch aus Sicht der anderen relevanten Personengruppen.


Konkrete, machbare Schritte

Ausgehend von den beschriebenen Verbesserungen wird überlegt, was ein erster wichtiger Schritt sein könnte, um diese Verbesserungen zu erreichen. Dabei achte ich darauf, dass das Vorhaben meiner Kunden machbar bleibt. Es ist oft sinnvoller, kleine Schritte zu machen, diese dafür aber nachhaltig umzusetzen. 

Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Eine Führungskraft fühlte sich zunehmend ausgelaugt, sie bekam das Gefühl nicht los, ihren Mitarbeitern nicht mehr gerecht zu werden, einige Projekte waren liegengeblieben und auch der Chef hatte sich bereits kritisch geäußert. Im Coaching entwickelte sie eine Reihe von Ideen, um besser mit den verschiedenen Aufgaben und Anforderungen umzugehen: Regelmäßige Termine mit jedem ihrer Mitarbeiter, ein Whiteboard, um die Projekte mit den jeweils nächsten Schritten sichtbar zu haben, eine neue Struktur für ihr Email-Postfach, das Einführen von sogenannten „Stillen Stunden“, d.h. Zeitspannen, in denen sie bei geschlossener Bürotür arbeitet.

Alles auf einmal umzusetzen, hätte mit Sicherheit nicht funktioniert und so entschied sie sich für die „Stillen Stunden“. Bereits im nächsten Coaching konnte sie erzählen, dass das konsequente Einhalten dieser "Stillen Stunden" dazu geführt hatte, dass sie in ihren Projekten deutlich vorankam und dadurch in der restlichen Zeit wieder mehr Zeit und Energie für ihre Mitarbeiter hatte.


Zuversicht als Schlüsselfaktor

Je größer die Zuversicht des Kunden, dass er eine passende Lösung gefunden hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass er die Lösung auch umsetzen wird. Bei der Arbeit mit dem Solution Focus wird daher oft gefragt: Wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie dies umsetzen werden? Und was macht Sie zuversichtlich, dass Sie es hinbekommen werden? Diese Fragen erlauben den inneren Check: Habe ich wirklich diejenige Lösung für mein Problem gefunden, von der ich sagen kann − das ist ein guter und machbarer Schritt, das bekomme ich hin?